Journal · 2. März 2026

Quellenarbeit in der Fachpresse: fünf Prüffragen vor dem Weiterleiten

Ein Leitfaden für Kommunikationsteams, die Branchenartikel intern teilen — ohne Gerüchte zu verstärken.

Von Lena Vogt

Regal mit Fachzeitschriften und Nachschlagewerken

Ein Artikel aus einem bekannten Branchenportal landet im Teams-Kanal — und innerhalb von Minuten entsteht eine interne Meinung. Bevor Sie weiterleiten, helfen fünf Fragen: Wer ist die Originalquelle? Wird eine Person namentlich zitiert? Gibt es eine Gegendarstellung? Betrifft die Meldung Ihre Kategorie oder nur eine benachbarte? Und: Ist das Datum aktuell oder ein wiederaufgewärmter Text?

Gerade bei Gerüchten zu Fusionen oder Etatverlusten lohnt die zweite Quelle. Viele Portale übernehmen Agenturmeldungen ohne eigene Prüfung; das ist legitim, aber kenntlich zu machen.

In unserer Redaktion gilt: Keine Meldung ohne Herkunftsangabe im Briefing. Wenn nur „Branchenkreise“ sprechen, bleibt der Status spekulativ — und wird so gekennzeichnet.

So entsteht eine Kultur, in der Branchennews Orientierung geben, statt Unruhe zu schüren.

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